Die Kraft der Namen oder „nomen est omen“



Gestern sprach ich mit Markus über Namen und deren Energie ich spielte mit der Idee und den Vorstellungen  herum und sagte auf einmal zu ihm:
„ Markus Sohn des Hermann Josefs aus der Familie Ludes“
Es schauerte ihn und er sagte, es wäre ein unglaublicher Unterschied zu dem was er sonst spürt, wenn ihn jemand beim Namen nennt.

Was war geschehen?

In dem Moment, in dem wir einen anderen Menschen oder uns selber in diesem Stile benennen, holen wir die Ahnen mit in den eröffneten Raum.
Das verleiht Kraft und Identität.
(Und birgt Themen, die das kollektiv unserer Ahnen mitbringt…gute und weniger gute.)

Also, indem ich den Menschen mit seinem Geburtsnamen (Vornamen) anspreche und ihm seine Verbindung zu seinem Vater und all seinen, in diesem Fall, männlichen Ahnen herstelle, stelle ich ihn in die Gemeinschaft der Männer.

Was geschieht mit uns Frauen, wenn wir den (Nach)Namen unseres Mannes annehmen?
Wir geben einen Teil unserer Identität auf, um die Identität des Mannes anzunehmen.
Wieso tun wir das? Um uns zuzuordnen? Um ein Band zu stärken?
Hatten wir früher, so wie heute die Wahl (und das ist noch nicht lange so)?

Meines Erachtens kommt diese „Tradition“ die es ja auch nicht bei allen Kulturen gibt, aus der Zeit, als die „Männer“ uns entmachtet haben, weil sie Angst vor unserer Stärke hatten.
Wir wurden entwurzelt, unserer Identität beraubt.
Kam diese Idee auf, im Zuge der Christianisierung?
Nicht in allen christlich orientierten Ländern ist es so üblich. Schon bei unseren Nachbarn in den Niederlanden weiß ich, dass es anders ist. Die Frau behält auch bei der Hochzeit ihren Familiennamen, den Herkunftsnamen.
In spanischsprachigen Ländern behält die Frau ihren Namen.
Doch was ist in den arabischen/ islamischen Kulturen?
Und hat es etwas mit der Religion, dem Glauben zu tun?

Wenn ich das Spiel der Namen für mich spiele würde ich so heißen:
Sandra Sevenich (der Familienname meines Vaters).
Sandra, Tochter von Heinrich aus der Familie Sevenich.
Huch, wo bleiben dabei meine Mutter, meine weiblichen Ahnen bzw. die Ahnenreihe dieser Familienseite?
Auch hier fühlt es sich wieder so an, als ob ein Teil meiner Energie abgeschnitten wurde.

Also dann doch so?
Sandra, Tochter von Margareta Barbara aus der Familie Hamm.
Hilft auch nichts, denn dann fehlt die Ahnenreihe meines Vaters.

Oder so?
Sandra, Tochter von Margareta Barbara aus der Familie Hamm (obwohl meine Oma ja anders hieß), Tochter von Heinrich aus der Familie Sevenich.
Das wird sehr lang, sehr umständlich und unpraktisch.

Jede Vereinfachung, durch Weglassen ist ein Beschneiden der jedem Menschen ureigenen Energie.


Kann ich als energetisch arbeitender Mensch die Energien der fehlenden Ahnen bei Geburt des Kindes integrieren?
Ich denke ja! So wie ich die Ahnen ja auch holen kann bei zB einer Familienaufstellung, einer Seelenrückholung oder einem Heilungsritual.
Ok, energetisch ist es also zu heilen.

Wie ist das mit dem Namenswirrwarr zu lösen?
Gar nicht befürchte ich.
Entweder wir haben ein matriachale oder eine patriachale Kultur.
Wie können wir dann das weibliche und das männliche in Einklang bringen?
Oder benennen wir uns nur mit unserem Seelennamen oder Ursprungsnamen?

Vielleicht kann es nicht über die Namengebung gehen, sondern es geht über die eigene und gegenseitige Akzeptanz, die Wertschätzung und die Erkenntnis, dass Unterschiede gut und bereichernd sind und nicht trennend sein müssen, wenn wir sie nicht dazu machen.

AHO

Herzensgrüße
Sandra

PS.: Wer eine Idee zu den Namen hat oder sich austauschen möchte…bitte gerne melden.


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