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Liebe oder Angst...oder wie wir immer den Menschen in unserem Gegenüber sehen können



Lange schon beschäftige ich mich mit der Dunkelheit, dem unmenschlichen Treiben in dieser Welt und komme einem Ansatz, dieses Verhalten verstehen zu können, langsam nahe.

Ich glaube fest daran, dass alle Menschen liebevolle, friedvolle, göttliche Wesen sind und daher konnte ich noch nie glauben, dass Menschen sich aus sich selbst dafür entscheiden können, der Natur, anderen Menschen oder Tieren grausamste Dinge anzutun.

Ich habe für mich diesen Ansatz gefunden:

Stell dir vor, das jeder Mensch als reines, liebendes, leuchtendes Wesen auf diese Erde kommt. Und dann geschieht es …
Du kommst in einem Raum an in dem es kalt ist und gleißendes Licht dir deine Augen blendet, Du bekommst Panik, du kannst die vertrauten Geräusche nicht mehr hören, der Herzschlag deiner Mutter und die gedämpften Geräusche des Außen, sind weg. Anstatt dessen hörst du lautes hantieren, Stimmen….es ist kalt und du fühlst dich haltlos. Bis vor kurzem warst du geschützt in einer warmen, weichen Höhle, gedämpftes Licht und Geräusche, der stetige Ton des Herzschlages gibt dir Sicherheit. Ist deine Konstante. Du hast Vertrauen, dass alles gut ist.

So, das ist der erste Schock und viele andere werden folgen.

Du musst wahrscheinlich alleine in einem Bett in einem eigenen Zimmer schlafen,  du weinst, weil dir die Sicherheit und Nähe fehlt. Du wünschst dir nichts anderes als wieder diese Konstante, den Herzschlag deiner Mutter, zu fühlen.
Du wächst heran und erlebst diese neue Welt.
Immer wieder wird dir gesagt, das du nicht richtig bist, das man so etwas nicht macht, immer wieder erlebst du , dass fremde Menschen dich berühren, du kannst dich nicht wehren und die, die zu seinem Schutz da sind, haben gelernt sich gesellschaftskonform zu verhalten. Auch wenn in deinen Eltern ein innerer Kampf tobt und sie fühlen, dass sie sich vor dich stellend müssten. Der gesellschaftliche Druck auf sie ist so hoch, dass sie sich noch nicht trauen sich zu widersetzen und ihrem Gefühl zu folgen.

Dieses nicht richtig, nicht genug sein wird sich wie ein roter Faden durch dein Leben ziehen. Du hast Glück, wenn es nur verbal geschieht. Manche Kinder werden geschlagen, missbraucht oder müssen mit ansehen, wie ihre Eltern sich streiten oder sich gegenseitig misshandeln. Und immer haben sie das Gefühl, nicht gut genug zu sein, nicht helfen zu können. Nicht sich selbst und nicht den Eltern. Sie lernen sich zu schützen auf die unterschiedlichste Art und Weise.

Und so entsteht aus diesem göttlichen, liebevollen Wesen ein Mensch, der hasst, der wütend ist, der sich aufbäumt gegen sein Kleinsein, weil er spürt, dass es nicht stimmt. Es ist ein ewiger Kampf.
Die einen kommen auf den Weg der Refleektion und Selbsterkenntnis, die anderen lernen, ihren Hass auszuleben, Menschen und Tiere zu misshandeln. Ihr einziges Streben dient der „Selbstverteidigung“, dem Schutz des inneren Kindes, durch Aggressivität, Wut und Hass.
Und so gehen beide immer weiter auf ihrem Weg. Der eine Weg wird immer heller, der andere immer dunkler. Und doch sind Geschwister, die beide in der Liebe auf diese Welt kamen.

So geht es doch immer um die Liebe oder um die Angst.
Angst ist die Abwesenheit von Liebe.
Dunkelheit ist die Abwesenheit von Licht.

Ich lernte vor vielen Jahren in jedem Menschen das Licht, das Göttliche zu sehen.
Zu dieser Zeit besuchte ich viele Seminare weil ich nach Lösungen und Antworten auf meine Fragen suchte. Immer, wirklich immer, war ein Mensch dabei, der mich an meinen Grenzen brachte, der irgendwie in meinen Augen nicht richtig war. Puuuh….was für eine Selbstüberschätzung. Im Laufe der drei Tage Seminar geriet ich emotional immer wieder in Konfrontation mit diesem Menschen, er ging mir wirklich auf die Nerven…doch nach und nach sah ich, ich erkannte, ich konnte den Menschen sehen und mitfühlen. Ich konnte mich öffnen. Am Ende des Seminars war dieser Mensch immer der, von dem ich mich am schwersten trennen konnte, der mir am meisten ans Herz gewachsen war.

Dasselbe erlebte ich in meinem Atelier. Wenn eine Kundin heran kam und Hüte probierte, verlegen war und mich bat, ich solle doch den Hut mal aufsetzen, weil ich doch viel jünger und schöner sei, konnte ich diesem Menschen begegnen, indem ich sie bat vor den Spiegel zu treten. Ich setzte ihr achtsam den Hut auf und bat sie genau hinzu sehen. Sich diese Frau dort im Spiegel genau anzusehen. „Schauen Sie, wie schön sie ist. Sehen sie diese kleinen wundervollen Fältchen um die Augen, die von ihrem Lachen im Leben erzählen. Sehen sie den Glanz in den Augen? Die Falten auf der Stirn? Was für ein Leben mag diese Frau wohl gemeistert haben. Und sie ist so schön, wie sie da steht.“
Ich konnte immer bemerken, wie die Frauen innere Haltung annahmen, lächelten und manchmal sahen sie mich mit Tränen der Rührung in den Augen an und es schwang ein leises Danke zwischen uns.

Danke, dass ich Dich sehen durfte.
Danke, dass Du mich gesehen hast.

So erlebte ich viele wunderbare Geschichten mit Menschen und ihrem Wesen.
Und ich weiß aus meinem tiefsten Inneren, dass jeder Mensch ein liebevolles, göttliches Wesen ist.

Ich liebe es Menschen zum Leuchten zu bringen.

Herzensgrüße aus Nordschweden
vom Platz der Begegnung & Heilung

Xanthia



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